Mittwoch, 11. Juni 2014

Auftakt und mein einer Gedanke - re:publica 14

Bei der Eröffnung der re:publica 14 steht Markus Beckedahl (Mit-Initiator der re:publica) auf der großen Bühne und propagiert: „Das ist unser Netz. Wir wollen es zurück!“ Ein Appell, der bei genauerer Reflexion eigentlich kaum Echo hervorrufen sollte, denn das Netz gehört in seiner Architektur erstmal nicht Einzelnen. Es gehört nicht der Politik und nicht den Geheimdiensten. Es sollte auch nicht einer Ansammlung von Lobbyisten gehören. Somit macht der Appell zur Rückeroberung keinerlei Sinn.

Ich nehme einen anderen Impuls mit von der Eröffnung der #rp14, den ich nun als mein Appell an die „Netzgemeinde“ richten möchte: Lasst uns die Freiheiten, die wir in Deutschland und Europa genießen, nutzen und jede und jeden ermutigen, es ebenfalls zu tun. Lokale Korrespondenten sollten Themen aus ihrem persönlichen Umfeld dokumentieren und so für die Öffentlichkeit sichtbar machen. Nicht wegschauen, sondern aufzeigen. Mehr Empowerment anstatt blinder Gefolgschaft. Es droht den Deutschen nicht das gleiche Schicksal wie den bei der Eröffnung gezeigten Bloggern in Äthiopien, China und Syrien. Die Presse- und Meinungsfreiheit steht im Grundgesetz und gilt für uns in Deutschland auch im Netz.

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