Dienstag, 18. Juni 2013

"Die Angst vor Hollywood - Sorge wegen Freihandelsabkommen mit den USA"

"Kulturpolitiker in ganz Europa sind besorgt wegen des geplanten Freihandelsabkommen TITIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen der Europäischen Union und den USA. Denn im Zuge einer möglichen Deregulierung der Bereiche Kultur und Medien könnten gezielte staatliche Förderungen etwa der Filmindustrie oder des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Zukunft unmöglich werden.Dadurch, so lautet die Sorge, könnte die Kultur zu einem reinen Wirtschaftsgut werden, dass sich nicht mehr über Qualität und Anspruch definiert, sondern ausschließlich durch Einschalt- und Besucherquoten. Besonders stark betroffen wäre die viele kleine und mittlere europäische Filmproduktionsfirmen, die der geballten Wirtschaftskraft der amerikanischen Filmindustrie in Hollywood kaum etwas entgegen zu setzen hätte. In Deutschland steht beispielsweise das System der staatlichen Filmförderung durch Bund und Länder auf dem Spiel."

Alexander Weinlein


Mein Kommentar: Durch den Verlust der staatlichen Filmförderung werden wir sehenswertere Filme bekommen, denn Filme sollen für Publikum gemacht werden. D.h. ich sollte mich als Filmemacher zuerst auf die Suche nach "meinem" Publikum machen und dann eine Geschichte erzählen, die "mein" Publikum begeistert und mit ihrem Kinobesuch das Projekt finanzieren. Durch die staatliche Filmförderung in Deutschland wird / wurde diese Suche bei den Filmemachern eher ausgeklammert. Somit sehe ich in dem Freihandelsabkommen mit den USA eine Chance für den Filmstandort Deutschland - weg vom Subventionskino, hin zu Geschichten für ein Publikum.

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