Freitag, 21. Juni 2013

Wider dem Fortschritt - Zitat-Fundstücke


"Flugzeuge sind interessante Spielzeuge,haben aber keinen militärischen Wert." - Maréchal Foch, 1851 bis 1929, französischer Professor für Militärstrategie und Marschall im ersten Weltkrieg

"Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung." - Wilhelm II, 1851 bis 1941, letzter deutscher Kaiser

"Wer zum Teufel will Schauspieler reden hören?" - H.M.Warner, 1881 bis 1951, amerikanischer Filmstudie-Inhaber, Zitat aus dem Jahr 1927

"Das Fernsehen kann sich nur ein paar Monate halten, weil die Menschen sehr bald müde sein werden, jeden Abend auf eine Sperrholzkiste zu starren." - Daryll F. Zanuck, 1902 bis 1979, amerikanischer Filmstudie-Inhaber, Zitat aus dem Jahr 1946

"Ich gehe von einem Weltmarkt für vielleicht fünf Computer aus." - Thomas Watson, 1874 bis 1956, Vorstandsvorsitzender von IBM, Zitat aus dem Jahr 1943

"640K müssten eigentlich jedem reichen." - Bill Gates, geboren 1955, Gründer von Microsoft, Zitat aus dem Jahr 1981

"Es gibt keinen Grund, warum jemand einen Computer zuhause haben wollte." - Ken Olson, geboren 1926, Gründer der Digital Equipment Corporation, Zitat aus dem Jahr 1977


"Wir sind im Sport 60 Jahre ohne Fernsehen ausgekommen und werde es weitere 60 Jahre tun." - Avery Bundage, 1887 bis 1975, IOC-Präsident, Zitat aus dem Jahr 1960

Dienstag, 18. Juni 2013

"Die Angst vor Hollywood - Sorge wegen Freihandelsabkommen mit den USA"

"Kulturpolitiker in ganz Europa sind besorgt wegen des geplanten Freihandelsabkommen TITIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen der Europäischen Union und den USA. Denn im Zuge einer möglichen Deregulierung der Bereiche Kultur und Medien könnten gezielte staatliche Förderungen etwa der Filmindustrie oder des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Zukunft unmöglich werden.Dadurch, so lautet die Sorge, könnte die Kultur zu einem reinen Wirtschaftsgut werden, dass sich nicht mehr über Qualität und Anspruch definiert, sondern ausschließlich durch Einschalt- und Besucherquoten. Besonders stark betroffen wäre die viele kleine und mittlere europäische Filmproduktionsfirmen, die der geballten Wirtschaftskraft der amerikanischen Filmindustrie in Hollywood kaum etwas entgegen zu setzen hätte. In Deutschland steht beispielsweise das System der staatlichen Filmförderung durch Bund und Länder auf dem Spiel."

Alexander Weinlein


Mein Kommentar: Durch den Verlust der staatlichen Filmförderung werden wir sehenswertere Filme bekommen, denn Filme sollen für Publikum gemacht werden. D.h. ich sollte mich als Filmemacher zuerst auf die Suche nach "meinem" Publikum machen und dann eine Geschichte erzählen, die "mein" Publikum begeistert und mit ihrem Kinobesuch das Projekt finanzieren. Durch die staatliche Filmförderung in Deutschland wird / wurde diese Suche bei den Filmemachern eher ausgeklammert. Somit sehe ich in dem Freihandelsabkommen mit den USA eine Chance für den Filmstandort Deutschland - weg vom Subventionskino, hin zu Geschichten für ein Publikum.

Freitag, 31. Mai 2013

Kreatives Schreiben - Spiel mit der Sprache

Ende des 19. Jahrhunderts tauchte zum ersten Mal der Ausdruck Kreatives Schreiben an amerikanischen Universitäten auf. Hauptaugenmerk beim Kreativen Schreiben ist die Ideenfindung: Wie finde ich Inspiration und wie bringe ich die Ideen zu Papier?

Dieser Ansatz gefällt mir sehr. Es geht schließlich nicht darum, ausgetretene Story-Pfade zu beschreiten, sondern mit der literarischen Machete unentdeckte Geschichten in Form von Bewegten Bildern zu erzählen.

  • In der Schule gibt es die Methode der Reizwörter. Eine Reizwortgeschichte besteht aus drei oder vier Reizwörtern. In einem Handbuch für Lehrer steht: „Der „Reiz“ der Aufgabe besteht darin, zunächst isoliert auftretende Sprachbausteine (z.B. Kind – Ball – Auto) aus der Erfahrung oder Vorstellung inhaltlich zu besetzen, ein Beziehungsgeflecht zwischen den Begriffen herzustellen, schließlich eine Art Strategie zu entwickeln, wie das noch unfeste, verschieden ausgestaltbare Grundraster zu einer, z.B. „spannenden Erzählung“ fortentwickelt werden kann.“
  • Ein weitere Möglichkeit, eine Geschichte zu entwickeln, ist, sich von einem Zeitungsartikel inspirieren zu lassen: Sie nehmen einen beliebigen Artikel aus einem Magazin, Tageszeitung oder Journal. Manchmal sind in den Kurznachrichten die skurrilsten Geschichten versteckt. Sollte bereits beim Lesen Ihre Phantasie angeregt werden, sind Sie auf eine inhaltliche Goldgrube gestoßen. Fangen Sie an, sich die handelnden Personen vorzustellen, ihr Umfeld und beginnen Sie mit dem Ausformulieren der Gedanken. Die Geschichte wird entstehen!

Jetzt ist Dein Flyer an der Reihe - oder Dein Arbeitsfeld. Gemeinsam werden wir es schaffen, Dein Anliegen in eine Filmhandlung zu übersetzen. Hierbei ist Ihr fach-spezifisches Know-How und meine filmischen Erfahrungswerte eine unschlagbare Kombination.

Detailierte Informationen zu Kreatives Schreiben bei Wikipedia.

Filmdramaturgie - Bausteine zum Drehbuchschreiben

Der erste Schritt hin zu einem Film ist das Schreiben eines Drehbuchs. Das fertige Drehbuch ist die Grundlage einer jeden Filmproduktion und ermöglicht es Regisseuren, Schauspielern und Set-Designern, sich kreativ zu entfalten. Die gemeinsame Grundlage sind Worte, die zu Papier gebracht worden sind. Beim Drehbuchschreiben bedient sich der Autor oder die Autorin Bausteine, die ich Euch hiermit erläutern möchte.

  • Die meisten Hollywood-Filme bestehen aus drei Akte. Das Paradigma der 3-Akte-Struktur findet bereits bei Aristoteles seine Verwendung. Seit dieser Zeit hat sich das Sehverhalten des Publikums im Theater, der Oper und auch im Kino auf diese Struktur eingependelt.
  • Der erste Akt beschreibt meist die Hauptperson, den Ort, die Zeit der Handlung und das Thema des Films - im Deutschunterricht haben wir gelernt, dass diese ersten Minuten Exposition genannt werden. Auf diese Weise wird die "gewöhnliche Welt" der Heldin bzw. des Helden vorgestellt - den gewöhnlichen Alltag der Hauptperson.
  • Durch den Ruf zum Abenteuer begibt sich die Hauptperson auf eine Art Heldenreise mit Prüfungen und Rückschlägen. Die Spannung rund um den inneren oder äußeren Konflikt unseres Helden/ unserer Heldin mit sich und der Welt treibt die Geschichte schließlich voran.
  • Der Übergang von Akte zu Akt wird als Wendepunkt der Geschichte bezeichnet. Bei einem Wendepunkt oder Plot Point nimmt die Handlung eine neue Richtung - nichts ist mehr wie es einmal war. Der Zentrale Wendepunkt ist die Mitte des Films und die dramatische Konfrontation der Hauptperson mit seinem Problem.

Filmdramaturgie nach Süd Field

Wenn Du einmal das oben abgebildete Schema auf Deinen Lieblingsfilm übertragst, wirst Du merken, dass dieser nach dem Paradigma der 3-Akte-Struktur komponiert wurde. Auch in Deinen Filmen sollten diese Bausteine berücksichtigt werden. So lässt sich mit Bewegtbild die effizienstes Wirkung erzielen.

Detailierte Informationen zu Filmdramaturgie bei Wikipedia.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Buchtipps zu Film & Co. - Empfehlungen mit der Gelesen-Garantie


Das Erzählen von Geschichten hat eine lange Tradition. Bereits im antiken Griechenland wurde sich analytisch dem Geschichtenerzählen angenähert. Ein Blick zurück ist hilfreich, um Geschichten in der Gegenwart zu erzählen.

Diese Bücher haben mir sehr geholfen, meine Art des Geschichtenerzählens in Form von "Bewegten Bildern" zu entwickeln.


Gleich bestellen bei Amazon

Gleich bestellen bei Amazon
Gleich bestellen bei Amazon
Gleich bestellen bei Amazon
Gleich bestellen bei Amazon
Gleich bestellen bei Amazon
Gleich bestellen bei Amazon
Gleich bestellen bei Amazon
Gleich bestellen bei Amazon

Dienstag, 22. Januar 2013

Social-Media-Storytelling - Du als Serie

Unser Mediennutzungsverhalten hat sich in den vergangenen Jahren durch das Aufkommen der Computer, des Internets und der Smartphones massiv verändert. Eine Flut an diversen Monitoren breiten sich im öffentlichen und privaten Raum aus. Die Dynamik stellt viele etablierte Medienhäuser vor Herausforderungen. Welche Auswirkungen hat die Dynamik auf die Inhalte, die auf den Monitoren betrachtet werden? Was interessiert uns? Wer produziert in Zukunft für wen?

Lange Zeit war der Fernsehschirm der einzige Monitor in einem Haushalt. Um ihn herum versammelte sich das Netzwerk Familie, um von Profis produzierte Sendungen gemeinsam anzuschauen. Lange Zeit galt das Fernsehen als „Lagerfeuer der Nation“ - der Fernsehschirm hatte ein Monitormonopol bei der häuslichen Bewegtbild-Mediennutzung. Das Aufkommen des Computers ermöglichte es einem zuallererst, geschäftliche Dinge am „Zweit-Monitor“ zu erledigen. Schreibmaschinen verschwanden aus den Büros und wurden durch Computerarbeitsplätze ersetzt. Dann kamen die Computerspiele. Das Betrachten von Unterhaltungssendungen, Filmen oder TV-Serien auf Computern wurde schließlich - u.a. mithilfe der Firma Apple - vorangetrieben. Parallel gewannen Web-2.0-Plattformen via YouTube, facebook & Co. an Relevanz, auf denen man sehr kostengünstig sich und seine Geschichten mit einem vernetzten Publikum teilen kann. Durch die Einführung von iPods und Smartphones wurde eine neue Monitorgattung eingeführt, die uns nun in der Bahn, in Supermärkten und am Arbeitsplatz tagtäglich begegnet. Inhalte, von Laien produziert, bekommen nun die gleiche Monitor-Bühne wie hochwertig produzierte Inhalte. Wir werden zu Programmdirektoren innerhalb unserer Netzwerke.

Wie reagieren Fernsehschaffende in Deutschland auf diese Trends? Es muss weiterhin Programmzeit gefüllt und Inhalte gefunden werden mit Sendungen, die ein breites Publikum ansprechen und sich finanziell rechnen. Man programmiert schließlich Sendezeit mit Themen seines eigenen Publikums in Form von Talk-, Gerichts- und Castingsshows sowie Scripted Reality-Formaten. Dies soll scheinbar den inhaltlichen Graben zwischen Sender und Publikum überbrücken und einer Entfremdung von Fernsehschaffenden und seinem Publikum vorbeugen. Durch das Einsparen der Entwicklungskosten und der Gagen der Schauspieler bleibt das Programm rentabel, allerdings auf Kosten der inhaltlichen Qualität. Eine Konsequenz: Den TV-Sendern laufen seit Jahren die Zuschauer weg.

Innovative TV-Formate mit weltweiter Publikumsresonanz entstehen woanders: In den USA wandelt sich die klassische TV-Serie zum epischen TV-Roman. Was früher die Buddenbrooks in Buchform waren, sind nun die Desperate Housewives oder die Geeks von The Big Bang Theory. US-TV-Serienproduktionen nutzen die Medienzeit, die das Publikum ihnen schenkt, um die Biografien der einzelnen Charaktere auszubreiten. Das Publikum kann so seine Lebenszeit mit diesen Charakteren teilen. Die Profis produzieren, das Publikum bleibt über die Social-Media-Kanäle direkte Qualitätssicherungs-Instanz für die Produzenten.

Wohin wird dies führen? Social-Media-Plattformen werden unsere Medienzeitbudgets immer mehr in Anspruch nehmen. Ob als Startseite im Internet Explorer oder als App auf dem Smarthphone - facebook ist erste Anlaufstelle für uns im Web. Jede und jeder von uns sammelt und verwaltet dort seine Kontakte. Wir verknüpfen uns mit Freunden, Bekannten, Geschäftskollegen. Wie in einem Dorf weiß jede bzw. jeder über jede und jeden bescheid. Somit werden wir mit unserer facebook-Chronik immer mehr zum Hauptdarsteller unserer eigenen Serie mit einem sich für uns interessierenden Publikum. Wir begleiten unsere Freunde durch ihren Alltag und werden durch unseren begleitet. Eine eigene Medienrealität entsteht. Das, was früher Seriencharaktere durchlebt haben, erleben wir nun als Produzenten und Zuschauer in einem.

Beispiel: Ein Freund arbeitet auf einem Kreuzfahrtschiff und dokumentierte seine Reise für uns auf seiner facebook-Chronik. Wie beim klassischen Traumschiff fahren wir mit ihm um die Welt. Wir freuen uns über schöne Bilder von exotischen Reisezielen und bangen mit ihm, wenn er mit dem Kreuzfahrtschiff an der somalischen Küste vorbeifährt. Jede Reise ist eine „Staffel“ und hat einen in sich geschlossenen Spannungsbogen. Das ist Social-Media-Storytelling - Du als Serie.

Beim Social-Media-Storytelling gibt es keine Drehbücher mehr. Privatsphäre ist der Drehplan. Unser Tablet/ Smartphone ist der Monitor. Unsere Freunde dokumentieren für uns ihre Erlebnisse und wir haben die Möglichkeit, ob durch Text, Foto oder Film, am Leben der Netzwerk-Freunde teilzuhaben - mit der Chancen der Interaktion. Somit begleiten wir nicht mehr Dr. House durch sein fiktives Leben, sondern Freunde, die man persönlich kennt - z.B. DICH.