Samstag, 24. Dezember 2011

Was versteht man unter Gottesdienst-Design?

Weihnachten steht vor der Tür. Gottesdienste zu jeder Stunde und für jede Zielgruppe. Die Kirchen werden wieder überfüllt sein. Wurde in der Vorbereitung an alles gedacht - auch an das "Gottesdienst-Design"?

Beim Googlen werden Sie keine brauchbaren Suchergebnisse zu "Gottesdienst-Design" finden. Ich verwechsle mein Anliegen auch nicht mit der Liturgie eines Gottesdienstes. Es geht ganz schlicht um die Tatsache, das Setting des Gottesdienstraumes und den Gottesdienstablauf - nach welcher Liturgie auch immer - für die Gäste mitfeierbar zu designen.

Ich wurde in einem Gottesdienst von meinen Sitznachbar einmal gefragt, wie ich denn wüsste, welches Lied gesungen würde. Ich meinte nur ganz trocken, dass es an der Tafel angeschlagen sei. Leider war für diesen Gast die Art der Liedauskunft codiert. Wenn man die diversen Liturgien der vielen unterschiedlichen Kirchengemeinden einmal auseinandernimmt, stößt man auf viele Codes, die meist nur der jeweiligen Kerngemeinde bekannt sind.

Genau diese Codes sollte man für seine Gäste unter Gesichtspunkten des Designs de-codieren. Mit den Augen eines jeden und jeder Gottesdienstbesucher/in Schritt für Schritt das Ankommen, den Gottesdienst und das Nachhausegehen analysieren und bewusst planen, damit jeder Gast beim Mitfeiern des Gottesdienstes innerlich nicht abschaltet und so verloren geht. Gutes Design beinhaltet mehr als das Layout des Liedblatts. Gutes Design stellt den Menschen in den Mittelpunkt.

Freitag, 23. Dezember 2011

Social Media - what‘s next?


Der Wandel der Zeit wird spürbar schneller. Veränderungen und Wandel dauerten in früheren Jahrhunderten ganze Generationen. In den letzten 15 Jahren verwandelte sich durch das Internet unser Planet von einem Handkarren in eine Mondfähre. Viele Internetdienste ließen den Planeten kleiner werden. Facebook, YouTube, twitter, foursquare, Google+, Smartphone, App, Tablet sind unsere mediale Gegenwart - was kommt als Nächstes: What‘s next?

Mein Zwischenfazit gegen Ende des Jahres 2011: Der Mensch rückt in den Mittelpunkt der Welt. - Ich rücke in den Mittelpunkt. - Ich bin nicht mehr fremdbestimmt durch etablierte Systeme, sondern lebe selbstbestimmt in den Tag und gestalte mit dieser gewonnen Freiheit diesen Planeten mit um. Social Media hilft mir dabei!

Wenn ich in den Mittelpunkt rücke, kenne ich mich überhaupt? Ich frage mich: Wer bin ich? Was ist aus mir geworden? Was wird aus mir? Bin ich zufrieden?

Ich bin nicht alleine auf der Welt - auch nicht in der Virtuellen. Soziale Netzwerke werden sichtbar und mächtig. Jeder Knotenpunkt in meinem Netzwerk hat Einfluss auf meine Stimmung, die Themen und die Dynamik meiner Nachbarschaft. Kommuniziert und organisiert wird sich u.a. mit Hilfe der Social Media.

Wie kann aus dem „Ich“ ein „Wir“ werden? Ich muss auf Motzerinnen und Motzer zugehen und sie in etablierte Netzwerke integrieren. Ich muss ihnen zuhören und eine Beziehung zu Ihnen aufbauen. Miese Stimmung verbreitet sich in einem Netzwerk rasant. Das Ziel heißt, positive Dynamiken anzustoßen oder zu finden und zu fördern.

Wie lautet eine mögliche Mission für uns: Wir als Early Adopters in Sachen Social Media sollten unsere analogen Netzwerke von den Chancen von Social Media vorschwärmen und allen Offlinern als Integrationsberater/innen zur Seite stehen. Wir sollten Solidarität vorleben und über facebook & Co. multiplizieren. Wir sollten Zuversicht zeigen. Mentor/in sein.

Am Ende des Tages geht es nicht um mich mich alleine - es geht um uns und wie wir als Knotenpunkt in unseren sozialen Netzwerken agieren und kommunizieren. Das ist der Mehrwert für jede und jeden von Social Media!

What‘s next? Wir schaffen Schnittmengen von unseren virtuellen Netzwerken mit den etablierten Netzwerken der realen Welt und schaffen ein lebensbejahendes Miteinander für uns und die, die nach uns kommen.

Was macht eigentlich ein Social-Media-Producer?


Die Berufsbezeichnung Social-Media-Producer (SMP) stammt nicht von mir. Allerdings hat mir die Wortkreation aus dem Medienkanal “Social Media” und dem Job eines “Producers” vor einiger Zeit so gut gefallen, dass ich ihn erst einmal adaptierte. Nach einigen Monaten  als selbstständiger SMP möchte ich meine Definition der Berufsbezeichnung nachreichen:

1. Ein Social-Media-Producer entwickelt und koordiniert die Social-Media-Strategie seiner Kunden und produziert schließlich gemeinsam mit einem Team von Social-Media-Reportern – oder eigenständig – Beiträge in Form von Videos, Fotos und Textbeiträgen. Er weiß, was sich hinter dem Begriff ZMOT verbirgt und nutzt dieses Wissen bei der Produktion und Koordination der Beiträge im Internet.

2. In interdisziplinären Teams entwickelt der SMP gemeinsam mit dem Kunden eine Social-Media-Strategie. Diese beinhaltet eine Definition der Zielgruppen, eine Vernetzungsstrategie mit den Zielgruppen über die jeweilige Social-Media-Plattformen und dem Finden von Ideen für redaktionelle Inhalte, die zum Medienkanal Social Media passen. Des weiteren werden gemeinsam mit dem Kunden Ziele, Ressourcen und ein Budget festgelegt.

3. Im Rahmen der Konzeptionsfindung tritt der SMP als Coach in Erscheinung und hilft dem Kunden bei der Wahrnehmung seines Selbstbildes. Er führt Schulungen, Fortbildungen und Workshops (Kameratraining, Kommunikationstraining, Recht, Mediengeschichte, facebook & Co.) für und mit dem Kunden durch und stärkt so die Medienkompetenz der in Social Media aktiven Mitarbeiterschaft des Kunden.

4. In der Praxisphase bleibt der SMP zentraler Ansprechpartner. Er ist Stimme und Ohr des Kunden und übernimmt bei der Umsetzung der Social-Media-Strategie die Redaktionsleitung sowie das Community Management – eine Option wäre auch eine Inhouse-Lösungen des Kunden. Er koordiniert die Social-Media-Reporter-Schar, die Inhalte in Form von Filmen, Fotos und Textbeiträgen für die einzelnen Social-Media-Kanälen produzieren. Der SMP ist ebenfalls vertraut mit den klassischen PR-Instrumenten und ist Schnittstelle zwischen alter und neuer Medienwelt (Website, Pressemitteilung, Flyer etc.). Bei der Gestaltung und Umsetzung von Website, Pressemitteilungen und Flyer kann er sich ebenfalls einbringen.

5. In seinem eigenen Medienlabor beobachtet der SMP den Medienmarkt und testet in Pilotprojekten neue mediale Optionen. Die gesammelten Erfahrungen gibt er an seine Kunden weiter.

6. Egal, ob facebook, Flyer oder Festessen. Mit seinem Netzwerk an Partnerfirmen ist der SMP in der Lage, Dienstleistungen in hoher Qualität anbieten zu können. So lassen sich Lebenserfahrung, Fachwissen und neuartige Visionen wunderbar unter einen Hut bringen und Beziehungen im analogen und digitalen Umfeld knüpfen und pflegen.