Freitag, 22. April 2011

"Design Thinking" (Philipp Schäfer) - re:publica XI

Albert Einstein sagte einst: "Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben."

Dieses Zitat aus der Keynote zur Eröffnung der "re:publica XI" beschäftigt mich seitdem - meine Gedanken möchte ich hiermit mit Euch teilen!

Philipp Schäfer von ideo.com brachte es auf den Punkt: Design in der heutigen Zeit ist mehr als Grafikdesign. Gegenstände oder Services müssen einer eigenen Logik folgen. Einer Logik, die von der Benutzerin und vom Benutzer her gedacht werden muss und nicht vom Produzenten.

Design ist somit ein Ansatz, Probleme zu lösen. "Design Thinking" benennt den gesamten Findungsprozesses. Probleme können im globalen Kontext stehen (Klimaerwärmung, Armut etc.) oder im häuslichen Kontext (Bedienbarkeit einer Spülmaschine etc.).

Warum wird das Suchen nach Lösungen nun nicht gesamtgesellschaftlich vorangetrieben? Welches sind die größten mentalen Barrieren? Oft findet man sie in Form von Angst oder in Form von kulturellen Gegebenheiten. Die enorme technische Entwicklung scheint einer jeden und einem jeden Ohnmacht zu verleihen.

Was wären die ersten Schritte gegen die Ohnmacht?
  1. Wir müssen lernen die richtigen Fragen zu stellen und nicht Antworten auf ungestellte Fragen präsentieren,
  2. um der Komplexität Herr zu werden, muss das Menschliche im Mittelpunkt eines jeden Lösungsansatzes stehen,
  3. denn nur das, was den menschlichen Ansatz berücksichtigt, wird sich durchsetzen können,
  4. über das Internet sind wir Teil eines Hyperbewusstseins. Probleme der Welt sind somit barrierefrei in einem globalen Ansatz lösbar!
  5. Weltweite Netzwerke zu weltweiten Themen helfen beim Gestalten (designen) von Lösungen.
Philipp Schäfer präsentierte uns zwei Beispiele aus der Praxis: das Human-Centered Design Toolkit und OpenIDEO. Sehr ermutigend - let's go!

P.S. Die komplette Keynote ist anschaubar unter http://vimeo.com/22387957.

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