Samstag, 7. August 2010

Alle "Digital Natives" sind Raubkopierer?!

Bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe "blickpunkt:film" (32/10) kann man erstaunliche Ansichten zum Umgang mit (angeblichen) digitalen Raubkopierer gewinnen - der medial vereinbarten Realität entstammen ja irgendwie alle "Digital Natives" der Kaste der Piraten!?!?

  • "Studenten deutscher Filmhochschulen waren (von Constantin Film) aufgerufen, Konzepte für Spots zu entwerfen, die das Thema Piraterie zeitgemäß in den Fokus rücken."

Wettbewerbe solcher Art sparen Entwicklungskosten. Aber ist das Geld auch sinnvoll angelegt? Ich bin mir da nicht so sicher, da mit solchen Kampagnen oft die zahlungswillige Kundschaft als potentielle Kriminelle gebrandmarkt werden. Ein Dank für das Einkaufen von kreativer Leistung wäre angebrachter und würde das Thema mit positiven Emotionen besetzen. Ein Vorschlag hierzu kommt aus Italien:

  • "Man sollte Filmpiraten als potenzielle Kunden ansehen, um deren Bedürfnisse sich niemand kümmert. Wenn wir ihnen unsere Filme zu einem fairen Preis überlassen, brauchen sie sich diese nicht illegal zu beschaffen."

Genau meine Meinung! Ebenso sollte das Bildschirm- bzw. Leinwandmonopol gebrochen werden. Ich will erworbenen oder selbst produzierten Content auf allen mir möglichen Plattformen präsentieren und konsumieren können.

  • "Das industrieübergreifende Konsortium DECE (60 Firmen minus Apple und Disney) hat mit UltraViolet den Markennamen eines neuen Standards für digitale Inhalte bekannt gegeben. Ziel der Initiative ist es, Konsumenten ein virtuelles Filmregal zu bieten, mit dem sie einmal gekaufte Produkte zu jeder Zeit und auf jedem Gerät ansehen können."

Das der digitale Vertrieb zu einem "mehr" an Einnahmen führt, zeigt der Artikel:

  • "USA: Digitalvertrieb überholt Blu-ray"

Ein Miteinander anstelle eines Gegeneinanders ist der Mittelweg, der technische Kompromissbereitschaft und einen Vertrauensvorschuss beinhaltet. Packen wir es an!

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