Donnerstag, 31. Dezember 2009

Goethes Mutter lehrt uns:

"Man nehme 12 Monate, putze sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so daß der Vorrat für ein Jahr reicht. Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor. Man füge 3 gehäufte Eßlöffel Optimismus hinzu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt. Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen. Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit."

In diesem Sinne: macht das Beste aus 2010 - man sieht sich sicher!? :-)

Sonntag, 20. Dezember 2009

Liebe Freunde und Follower,

"Du glaubst nicht, was ich auf dieser Reise bereits alles erfahren habe! Ein Vielfaches von dem, was ich je in meinen Studien lernte. Es ist eine Reise nach innen. Ich bin auf der Spur. Ich bin Menschen begegnet. Ich habe gelernt, von ihnen zu lernen, indem ich nichts will. Sondern offen aufnehme, was mir entgegenkommt."

Ich wünsche allen Freunden und Followern weiterhin viele spannende Erfahrungen und Begegnungen, auf Eurer inneren Reise hin zu Weihnachten und dann ins Neue Jahr 2010.

Sonntag, 22. November 2009

"Plädoyer für die Sozialen Medien im Internet"

"Das Internet ist das digitale Herz der globalisierten Welt. Aus diesem Netz kommen wir nicht mehr heraus. Selbst wenn wir offline sind, sind wir drinnen - und werden es auch bleiben."

Von Suhrkamp-Autor Stefan Münker

Freitag, 13. November 2009

Kuriose Schilderwelt!?!

Irgendwie treffe ich immer auf SEHR aussagekräftige Schilder:




Gibt's schon den YouTube-Channel "Dein Hund wurde erwischt"?

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Kulturelles Kuddelmuddel

Da schlendert man durch die Bundeshauptstadt Berlin, um dann auf so ein kulturelles Kuddelmuddel zu treffen:




Halloween trifft St. Martin am 31. Oktober 2009. Hilfe!!!!

Freitag, 16. Oktober 2009

„Himmlisches Kino“ in Weinheim




Kirche und Kino verbinden nicht nur die selben Anfangsbuchstaben. Beide Orte verbinden Geschichten: Geschichten aus dem Leben. Geschichten über das Leben. Geschichten, die das Leben schrieb. Dabei bedient sich der populäre Film bei Motiven der jüdisch-christlichen Tradition und übersetzt sie in filmische Erzählmuster. Der Filmkritiker Georg Seeßlen meint sogar: "Alle populären Filme sind, mehr oder minder deutlich, Ableitungen der 'großen Erzählung', der fundamentalen Geschichte in der Bibel."

Was steckt hinter dieser These? Das möchten das Weinheimer Kino, die Evang. Johannisgemeinde und die Evang. Gemeinde an der Peterskirche mit allen Neugierigen einmal im Monat an einem Sonntag Abend herausfinden, beim „Himmlischen Kino“.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Zur Eröffnung der CeBit 1999:

"Das Internet, Netz der Netze, verändert die Welt, wie die Erfindung des Buchdrucks oder das Erforschen des Penicillins. Es hat die gleiche Wirkung wie die Entwicklung der Dampfmaschine oder die Entdeckung des Feuers. Es überwindet sowohl geographische Entfernungen als auch Zeitgrenzen. Es gibt uns unendlich viele neue Möglichkeiten. Es ist sinnlos, sich ihm in den Weg zu stellen."

D. McNealy 1999, Eröffnung der CeBit

Was habe ich gestern mich gefreut...

Nach Jahren der Entwöhnung durfte ich gestern wieder dieses Bild auf dem Monitor entdecken:



Leider ist der Joystick hin. Doch in Kürze heißt es wieder: Giana Sisters, Major Motion, Lemmings, North & South, Test Drive, Zany Golf, Ports Of Call, Wings Of Fury, Speedball, Monkey Island, Summer Games, World Games, Kick Off, MAD TV, Sim City, Bundesliga Manager Professional, Anstoss, Paperboy uvm.

Samstag, 10. Oktober 2009

Webdesign Kunden Im Alltäglichen Leben

Endlich bringt einer die Situation auf den Punkt. Thx a lot unseren amerikanischen Kollegen!

Mehr zu diesem Thema: http://www.dominik-ulbricht.de/allgemein/webdesigner-wirklich-so-teuer.html

Und dann wurde mir ein nettes Comic zur Problematik geschickt: http://www.theoatmeal.com/comics/design_hell

Montag, 28. September 2009

"Information ist die Währung des Internets"

"Information ist die Währung des Internets. Das Medium Internet verlagert mit brillianter Effizienz Informationen aus der Hand derer, die sie haben, in die Hände derer, die sie nicht haben. (...) Das Internet trägt die besten Früchte in Situationen, in denen die physische Begegnung mit einem Experten das Problem der asymmetrischen Information sogar noch verschlimmern würde - Situationen, in denen ein Experte seinen Informationsvorsprung dafür benutzt, um uns das Gefühl zu geben, wir seien dumm, voreilig, minderwertig uns unwürdig."

Autoren Levitt und Dubner in ihrem Buch "Freakonomics"

Sonntag, 30. August 2009

In Vorbereitung auf meinen Prädikantenkurs entdeckt

"Eine wichtige Aufgabe in unserer Zeit ist es, die Spannungen zwischen der persönlichen und der größeren Geschichte wahrzunehmen und zu bewältigen. Solche Spannungen erfahren wir in der enormen Beschleunigung unserer technischen und ökonomischen Kultur: Die Seele kommt nicht mehr mit oder wird von ihrem Erinnerungshorizont losgerissen und Opfer der gerade modischen Trends. Angesicht der sich öffnenden Schere zwischen Lebenszeit und Weltzeit ist eine praktische Gestalt des Themas "Gott und die Geschichte" für Christen daher die bewusste Pflege der Langsamkeit, des Innehaltens und Wahrnehmens von Eigenzeit und die bewusste Kultur der (immer lehrreichen) geschichtlichen Erinnerung, von der Pflege der alten Kirchengebäude über das Erzählen der Alten bis zum Auswendiglernen der Bibel."

aus: "Evangelischer Erwachsenen Katechismus"

Donnerstag, 27. August 2009

Medientheorie anno 1911

Wolfgang Riepls Grundsatz über das Nachrichtenwesen im Altertum besagt, "dass die einfachsten Mittel, Formen und Methoden, wenn sie nur einmal eingebürgert und brauchbar gefunden worden sind, auch von vollkommensten und höchst entwickelten niemals wieder gänzlich und dauernd verdrängt und außer Gebrauch gesetzt werden können, sondern sich neben diesen erhalten, nur dass sie genötigt werden können, andere Aufgaben und Verwertungsgebiete aufzusuchen." So schrieb Riepl im Jahr 1911 (!) weiter, dass die Nachrichtenmittel, sich "einander die einzelnen Felder dieses Gebietes streitig" machen, fänden aber in dem "fortschreitenden Prozess der Arbeitsteilung alle nebeneinander genügend Raum und Aufgaben zu ihrer Entfaltung, bemächtigen sich verlorenen Gebiete wieder und erobern Neuland hinzu."

Kurzum: Kein Medium ersetzt ein anderes. D.h. auch unsere Lokalzeitung wird weiter Leserinnen und Leser haben - nur nicht mehr so viele! (Ich kann mich auch irren...)

Donnerstag, 6. August 2009

"Wired"-Chef Anderson: "Wir stehen erst am Anfang der digitalen Revolution"

""Die Zeit der megadicken Hefte ist vorbei", sagt der neue "Wired"-Chefredakteur Chris Anderson, 40, im Interview mit SPIEGEL ONLINE. Die digitale Revolution dagegen noch lange nicht!"

Sonntag, 2. August 2009

Die Zweiburgenstadt im Sommer 2009

Anbei eine fotografische satirische Ist-Analyse der Zweiburgenstadt an der Bergstraße:



Der Begriff "Dürrestraße" ist gerne selbst durch eigene Begriffe austauschbar: Nutzen Sie bitte die Kommentaroption, um sich mitzuteilen. Hier wird zugehört!

"Über Niederlagen & Siege"

"Im Leben wird man mehr Niederlagen erleiden als Siege feiern. Also muss die Strategie lauten: Fang an die Niederlagen zu lieben und die Siege zu genießen."

Ulli Naefken

Mittwoch, 29. Juli 2009

"Doppelter Auftrag"

"Es steht der Mensch in einem doppelten Auftrag: die Welt zu gestalten im Werk und zu reifen auf dem inneren Weg."

Graf Dürkheim

Montag, 27. Juli 2009

Fotographieren für Typographen


"Hallo.

Leider müssen wir Sie darüber informieren, dass Ihr Werk 15671497 nicht berücksichtigt werden kann, weil das Bild offenbar technische Mängel aufweist.



Das Foto hatte Mängel in folgendem Bereich:
  • Verschwommen/verwackelt oder Bildrauschen (z.B. kein Stativ benutzt etc.)
  • Über- oder unterbelichtet (z.B. zu hohe ISO-Einstellung, ungünstige Lichtverhältnisse)
  • Problem mit dem Bildausschnitt
  • Farben zu blass/satt
  • Zu viel/wenig Kontrast
  • Pixelfehler (u.a. falsche Belichtung)
  • Problem mit Interpolation (Vergrößerung nicht zulässig)
  • Freistellung nicht optimal (Motivränder unsauber etc.)
  • Lichspiegelung durch Objektiv
  • Zu hoher Reflektionsanteil (bei Blitzlichteinsatz)
  • Sensorflecken/Schmutz/Staub (DSLR)
(...)

Bitte nehmen Sie diese Ablehnung nicht persönlich und bieten Sie uns auch weiterhin Ihre Bilder an."

aus: eMail an ullosch am 26. Juli 2009

P.S. Ich gelobe Besserung - im Gegenzug arbeiten Sie bitte an Ihrer Typographie. Danke!

Donnerstag, 23. Juli 2009

"Wenn wir ehrlich sind..."

"Bedroht werden wir doch nicht von einer anderen Religion, sondern vom unaufhaltsamen Rückzug der eigenen auf wenige Leute."

aus: "Die Unbeholfenen" von Botho Strauß

Mittwoch, 8. Juli 2009

"An das Publikum"

"O hochverehrtes Publikum,
sag mal: Bist du wirklich so dumm,
wie uns das an allen Tagen
alle Unternehmer sagen?
Jeder Direktor mit dickem Popo
spricht: "Das Publikum will es so!"
Jeder Filmfritze sagt: "Was soll ich machen?
Das Publikum wünscht diese zuckrigen Sachen!"
Jeder Verleger zuckt die Achseln und spricht:
"Gute Bücher gehn eben nicht!"
Sag mal, verehrtes Publikum:
Bist du wirklich so dumm?

So dumm, daß in Zeitungen, früh und spät,
immer weniger zu lesen steht?
Aus lauter Furcht, du könntest verletzt sein;
aus lauter Angst, es soll niemand verhetzt sein;
aus lauter Besorgnis, Müller und Cohn
könnten mit Abbestellung drohn?
Aus Bangigkeit, es käme am Ende
einer der zahllosen Reichsverbände
und protestierte und denunzierte
und demonstrierte und prozessierte...
Sag mal, verehrtes Publikum:
Bist du wirklich so dumm?

Ja dann...
Es lastet auf dieser Zeit
der Fluch der Mittelmässigkeit.
Hast du so einen schwachen Magen?
Kannst du keine Wahrheit vertragen?
Bist also nur ein Griesbrei-Fresser-?
Ja, dann...
Ja, dann verdienst dus nicht besser"

Kurt Tucholsky

"Phantasien helfen uns"

"Für Kinder ist es sehr wichtig, sich im Spiel eine eigene Welt zu erschaffen. Und ich glaube, dass wir dieses Bedürfnis als Erwachsene nicht verlieren. Phantasien helfen uns, das tagtägliche Leben zu meistern.
Stellen Sie sich vor, Sie würden in einer Fleischfabrik von morgens bis abends Würste vollstopfen oder 14 Stunden am Tag hinter dem Steuer eines Taxis sitzen. Dann hätten Sie vielleicht auch den Wunsch, sich nach der Arbeit bei einem Glas Bier oder einem netten Film zu entspannen.
Bewusstsein ist sehr wichtig, aber manchmal muss es ausgeschaltet werden. Sonst könnten wir unser Leben nicht genießen. Und es ist sehr kurz."

Meryl Streep, aus: Der Spiegel 6/2009

"Kreativ zu sein ..."

"Kreativ zu sein, heißt, an einem Prozess teilzunehmen, dessen Ausgang unbekannt ist. Erst nach dem Akt des Erschaffens ist es manchmal möglich, den Weg zurückzuverfolgen zu den ersten unerwarteten Schritten, die von den Startbedingungen zum Resultat geführt haben. In der Mathematik nennt man diesen Prozess "chaotisch". Das bedeutet nicht, dass ein Prozess schlampig oder außer Kontrolle geraten ist. Es bedeutet einfach, dass der Prozess so unfassbar komplex ist, dass sein Ausgang nicht vorhergesagt werden kann, sondern erst im Nachhinein durch Näherungswerte umrissen und verstanden werden kann."

Judith & Garfield Reeves-Stevens

"Man kann die Natur nunmal nicht verändern.“

„Nein, Dad. Das glaube ich nicht! Willst Du wirklich glauben, dass die Zukunft nichts anderes bereit hält für uns als das?“

„Das sind nunmal die Fakten. Man kann die Natur nunmal nicht verändern.“

„Veränderung ist die Natur, Dad. Und wir können die Dinge beeinflussen. Wir beeinflussen sie durch unsere Entscheidung.“

„Wo willst Du hin?“

„Mit etwas Glück nach Vorne.“

Remy mit seinem Dad, aus: Ratatouille

"Die Leute fragen mich ständig ..."

„Die Leute fragen mich ständig, wie man Regisseur wird“, fuhr Cameron fort, „und ich sage ihnen, dass jeder sich seinen eigenen Weg suchen muss und dass ihnen nichts von dem, was ich ihnen über meine Erfahrungen erzähle, auch nur einen Millimeter weiterhelfen wird. Welches auch immer die Talente sind, wo auch immer die Stärken und Schwächen liegen, jeder muss seinen eigenen Weg finden. In der Filmindustrie bekommt man meistens ein Nein zu hören, und man muss lernen, ein Nein niemals als Antwort zu akzeptieren. Wenn man jemanden fragen muss, wie man ein Regisseur wird, wird man wahrscheinlich nie einer. Ich sage bewusst, wahrscheinlich. Wenn Ihnen das stinkt und Sie sich sagen, ,Diesem Cameron werde ich es zeigen! In vier Jahren bin ich Regisseur!’, dann gibt Ihnen das den verbissenen Ehrgeiz, ohne den man so etwas nicht durchziehen kann. Und wenn Sie dann Regisseur werden, sollten Sie mir danken und mir eine Flasche Champagner schicken.

Den „einen“ Weg ans Ziel gibt es nicht in Hollywood. Ob Ihr Berufsziel nun Drehbuchautor, Regisseur, Schauspieler, Produzent oder wie auch immer lautet, Sie müssen Ihren eigenen Weg finden und beschreiten. Erfolg in Hollywood basiert nicht allein auf Talent. Hartnäckigkeit und Entschlossenheit sind die Schlüssel zum Erfolg, erst dann kommt das Talent."

James Cameron

"Dem König dienen"

"Ich hab mal eine Rede gehört. Darüber, was es bedeutet ein Agent der CIA zu sein. Und der Mann, der die Rede hielt, sprach vom Kampf, die Zivilisation zu kontrollieren - und das wir immer den gleichen Kampf führen. Er benutzte das Mittelalter als Beispiel. Und er sagte, dass damals auf der einen Seite der pragmatische König stand, der gierig war und machthungrig und im Prinzip immer alle um sich herum ausnutzte. Und auf der anderen Seite stand die idealistische Kirche, die alle Zwang die selben Regeln zu befolgen, das selbe zu glauben und so. Und weder die Kirche noch der König hatte jemals ganz recht oder unrecht! Beide Seiten taten letzendlich schlimme Dinge, um zu kriegen, was sie wollten. Richtig schlimme Dinge! Aber die Moral von der Geschichte war die, dass dieser Kampf aus dem Mittelalter unverändert weiter geht. Dass die Kirche und der König vielleicht verschiedene Gestalten annehmen, andere Philosophien, aber dass sie sich immer bekriegen würden. Die Pragmatiker und die Idealisten und dass man am Besten beraten ist, wenn man in den Rängen steht und sie es ausfechten lässt. Aber dass immer mal wieder die eine oder andere Seite einfach beschließt, dass es besser wäre die ganze Welt in die Luft zu jagen, um sich durchzusetzen. Und wenn das passiert, kann man nicht mehr einfach nur herumstehen; man muss Partei ergreifen! Und so werden wir heute Nacht zumindestens dem König dienen!"

aus: The Closer - Folge "Der Maulwurf"

Dienstag, 30. Juni 2009

Nein. Ich möchte nicht den Notruf aus Michael Jacksons Villa hören!

Wie betrauert man eine absolute Person der Zeitgeschichte? Mit Würde! Dazu gehört nicht das Senden - ob online oder offline - eines Notrufs, der nun als digitale Trophäe durch das www wandert!

Danke den Produzenten der Gedenkfeier. Sie haben mein Anliegen erhört. Viele mediale Kollegen haben in ihrer Vor-Berichterstattung leider das Thema verfehlt: Trauer lässt sich nicht kommentieren und medial vermarkten. Anteilnahme und Sensibilität: Ja! Minimalismusjournalismus, um Sendezeit zu füllen: Nein Danke!