Dienstag, 31. August 2010

Auf der Suche

"Was der moderne Mensch sucht, ist nur eine "Fata Morgana", die umso mehr zerfließt, je mehr er ihr nachjagt."

Quelle: unbekannt

Dienstag, 17. August 2010

"Internet - Den Mist braucht keiner!" - P.S. "DOCH!"

Im Zuge der medial einseitig geführten "Google-Street-View"-Debatte stelle ich fest, dass die Generation "ü40+x" in Sachen "Internet" überfordert zu sein scheint: "Ich habe keine Ahnung!" höre ich hier und dort. Und: "Den Mist braucht keiner!".

So einfach sieht die mediale Realität leider nicht aus. Das Internet wird von fast 50 Millionen Deutschen genutzt und ist nicht mehr aus unserem Medienalltag wegzudenken.

Also wird es höchste Zeit, sich intensiv mit den Mechanismen vertraut zu machen!

Egal, ob Buch, Zeitung, Fernsehen oder eben Internet: Man muss sich auf das Medium einlassen, seine Spielregeln kennen lernen.

Bevor ich z.B. den Inhalt eines Buches verstehen kann, muss ich a) lesen lernen, b) textliche Sinnzusammenhänge verstehen lernen und c) mir ein Buch kaufen oder ausleihen.

Im Internet gilt das ähnlich: Ich muss a) einen Computer bedienen können, b) die vernetzte Kommunikationskultur verstehen lernen und c) anfangen im Web zu surfen.

Learning by doing heißt die Devise. Nur so können Ängste vor diesem neu-artigen Medium abgebaut werden!

Sollten Sie mit Ihren ersten Web-Gehversuchen überfordert sein, stehe ich Ihnen und Ihrer Firma/ Ihrem Verein/ Ihrer Einrichtung gerne in Form eines Coachings/ eines Workshops/ eines Vortrags zur Verfügung.

Ich surfe seit über zehn Jahren im Web - gerne zeige ich Ihnen "wie es geht".

Kontakt: Ulli Naefken Dipl.-Produzent (Filmakademie Baden-Württemberg) Fon +49 170 198 199 1 ulli@naefken.de Hauptstraße 1 69469 Weinheim

Samstag, 7. August 2010

Alle "Digital Natives" sind Raubkopierer?!

Bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe "blickpunkt:film" (32/10) kann man erstaunliche Ansichten zum Umgang mit (angeblichen) digitalen Raubkopierer gewinnen - der medial vereinbarten Realität entstammen ja irgendwie alle "Digital Natives" der Kaste der Piraten!?!?

  • "Studenten deutscher Filmhochschulen waren (von Constantin Film) aufgerufen, Konzepte für Spots zu entwerfen, die das Thema Piraterie zeitgemäß in den Fokus rücken."

Wettbewerbe solcher Art sparen Entwicklungskosten. Aber ist das Geld auch sinnvoll angelegt? Ich bin mir da nicht so sicher, da mit solchen Kampagnen oft die zahlungswillige Kundschaft als potentielle Kriminelle gebrandmarkt werden. Ein Dank für das Einkaufen von kreativer Leistung wäre angebrachter und würde das Thema mit positiven Emotionen besetzen. Ein Vorschlag hierzu kommt aus Italien:

  • "Man sollte Filmpiraten als potenzielle Kunden ansehen, um deren Bedürfnisse sich niemand kümmert. Wenn wir ihnen unsere Filme zu einem fairen Preis überlassen, brauchen sie sich diese nicht illegal zu beschaffen."

Genau meine Meinung! Ebenso sollte das Bildschirm- bzw. Leinwandmonopol gebrochen werden. Ich will erworbenen oder selbst produzierten Content auf allen mir möglichen Plattformen präsentieren und konsumieren können.

  • "Das industrieübergreifende Konsortium DECE (60 Firmen minus Apple und Disney) hat mit UltraViolet den Markennamen eines neuen Standards für digitale Inhalte bekannt gegeben. Ziel der Initiative ist es, Konsumenten ein virtuelles Filmregal zu bieten, mit dem sie einmal gekaufte Produkte zu jeder Zeit und auf jedem Gerät ansehen können."

Das der digitale Vertrieb zu einem "mehr" an Einnahmen führt, zeigt der Artikel:

  • "USA: Digitalvertrieb überholt Blu-ray"

Ein Miteinander anstelle eines Gegeneinanders ist der Mittelweg, der technische Kompromissbereitschaft und einen Vertrauensvorschuss beinhaltet. Packen wir es an!

Freitag, 30. Juli 2010

FSK-Prüfung beim "Media Markt"

Das folgende ist mir heute wirklich passiert: Ich gehe als volljähriger tv-serien-affiner Konsument zum "Media Markt", um die 1. Staffel von "Desperate Housewives" für einen Schnäppchenpreis käuflich zu erwerben.

Frage des Kassierers: "In welchem Jahr sind Sie geboren?" - Ich: "Wie bitte?" - Kassierer: "Wir müssen seit 1. Juli 2010 eine FSK-Prüfung vornehmen: Werden Sie diese DVD verschenken?" - Ich: "Nein - die ist für mich!" - Kassierer: "Gut. Bei FSK 12 müssen wir Sie lediglich fragen - bei FSK 18 müssten wir dann noch Ihren Personalausweis sehen." - Ich: "Ich bin Jahrgang 1979 - reicht das!" Der Kassierer quittiert die FSK-Prüfung auf dem Kassenzettel:


Genau nebenan gibt es den "Müller" - auch hier verschlägt es mich in meiner Schnäppchen-Jagd und ich werde auch fündig: die ersten beiden Staffeln von "Lost" (FSK 18!!!). Ich gehe zur Kasse - bezahle - keine FSK-Prüfung! Ich kläre auf, da ich ja jetzt meinen Personalausweis vorweisen müsste. Kassiererin: "Ist mir nicht bekannt, aber ich gebe es weiter!" und dann ergänzt Sie: "Anstelle von nem Stempel bekommen Sie bei uns einen Gutschein auf Ihrem Bon!"


Wie kann man Kaffee bei "Starbucks" umtauschen?

Ganz einfach: Siehe Kassenbon, den ich vorgestern im Nürnberger "Starbucks" gemeinsam mit dem frischen Kaffee erhalten habe:

Donnerstag, 29. Juli 2010

Was gehört ins Impressum?

Immer wieder stehen Webmaster vor der kniffligen Frage: Was gehört an Daten ins Impressum? Ein Blick ins Gesetz liefert meistens die Antworten (inkl. der Erkenntnis, dass die Angabe der Steuernummer nie verlangt wurde bzw. verlangt wird!).

Zur Zeit sind zwei gesetzliche Quellen relevant:
Oft vergessen wird "bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten Name und Anschrift der zuständigen Behörde" und "falls eine Berufshaftpflichtversicherung besteht, Angaben zu dieser, insbesondere den Namen und die Anschrift des Versicherers und den räumlichen Geltungsbereich."

Also Impressum checken und Rechtssicherheit genießen!

Dienstag, 27. Juli 2010

Welcher YouTube-Producer-Typ bist Du?

Im Bewegt-Bild-Markt bewegen sich z.Zt. drei Marktteilnehmer: die „Schülerproduzenten“ - die „alten Produzenten“ - die „neuen Produzenten“.

Typ A) Echte „Schülerproduzenten“ sind subjektive Experten in ihrem Content-Bereich. Sie investieren eine Menge Ressourcen (Zeit und Geld) für ihr Thema und produzieren Content - meist ohne ein Rechte- und Lizenzbewusstsein.

Typ B) Die „alten Produzenten“ sind erst einmal keine Experten im jeweiligen Content-Bereich. Sie haben ein Finanzierungsdenken: Wie hoch sind die Kosten? Wie lässt sich das Finanzieren? Gibt es einen Auftraggeber? Hier werden Ressourcen erst freigegeben, wenn die Finanzierung gesichert ist. Um das Risiko zu minimieren werden alte bekannte Produktstrukturen eins zu eins ins Web übertragen (siehe Mediatheken von ARD und ZDF).

Typ C) Die „neuen Produzenten“ sind eine Mischung aus den oben beiden Marktteilnehmern: Sie bringen Leidenschaft für ein inhaltliches Thema mit, die Ressourcen und ein geerdetes Honorardenken. Da über das Internet die Vertriebskosten wegfallen, fallen lediglich die Produktionskosten an. Die „neuen Produzenten“ beobachten den Bewegt-Bild-Markt sehr genau und sind inhaltlich sehr experimentierfreudig. Das Optimum ist eine Refinanzierung der Produktionen für den Kunden über das Internet.

Ich gehöre dem "Typ C" an! Schon vor meinem Studiums an der Filmakademie Baden-Württemberg habe ich mit dem Sammeln von Erfahrung als Producer im Bewegtbild-2.0-Sektor angefangen. Die ersten Werke sind Teil des YouTube-Archivs unter www.uLNaSTUDIOS.tv.